Krone, Brücke, Inlay

Es muss nicht immer Karies sein, es reicht auch bisweilen ein Stein im Brot oder ein Kirschkern im Kuchen, um einen Teil eines Zahnes einzubüßen.

Auch, wenn das früher einmal kleine “Loch” im Zahn für ein erneutes Füllen zu groß wird, um eine elastische Kunststofffüllung einzusetzen, gibt es Lösungen, um den Zahn so lange wie möglich zu erhalten. Die erste Stufe wäre die laborgefertigte Füllung, das so genannte Inlay (Einlagefüllung). Wir stellen es inzwischen ausschließlich aus Vollkeramik her, wobei wir bei größeren Defekten das Inlay durch eine Hartkernschale aus Zirkonoxidkeramik verstärken.

Ebenfalls aus Zirkonoxidkeramik stellen wir im CAD/CAM - Verfahren in unserem eigenen Spezial - Labor Kronen- und Brückengerüste her. Diese werden dann auf den Arbeitsmodellen aus Gips im “Beißsimulator”, dem Artikulator, in der passenden Farb- und Formgestaltung individuell verblendet.

Unter einem Inlay (Einlagefüllung) versteht man eine laborgefertigte Füllung, die Teile der Kaufläche und Zahnseiten ausfüllt. Werden Höckerspitzen mit ersetzt, so wird aus dem Inlay eine Teilkrone, erreichen die Ränder dieser Konstruktion den Zahnfleischrand, so spricht man von einer Vollkrone oder Krone. Eine Brücke verbindet zwei oder mehr Zähne oder Implantate miteinander und ersetzt dabei noch einen oder mehrere fehlende Zähne durch sogenannte Brückenglieder.

Zirkonoxidkeramik

Dieser in der Zahnmedizin erst seit ca. 2005 verfügbare Werkstoff wird für die Kronen- und Brückenherstellung zunächst als so genannter Grünling verarbeitet. Das Zirkon - Keramik - Gitter liegt in diesem kreideharten Rohling in einer anderen “Faltung” vor.

Im Computer entworfene (CAD) Kronen- und Brückengerüste werden zunächst aus dem Rohling herausgeschliffen (CAM) nach eingefärbt und einer 12 - 14 stündigen Sinterung bei 1400 -1600°C unterzogen.

Hierbei wird das Keramikgerüst “umgefaltet” und erreicht unter etwa 25% Schrumpfung nun eine Härte, die der von Stahl ähnlich ist. Die so hergestellten weißen bis eierschalenfarbenen Grundgerüste können nun ganz oder teilweise (je nach vorherigem Design) mit weicherer Feldspatkeramik in feineren Farb- und Transluzenzabstufungen beschichtet (verblendet) werden.

Unsere Praxis verfügt über das CAD/CAM-System für Zirkonoxidgerüste als auch über die komplette Bandbreite der Keramikmassen zur Verblendung, die wir patientenindividuell selbst ausführen.

Kleben oder zementieren?

Seit jeher wurden Inlays, Kronen oder Brücken mit “Zementen” auf den Zähnen befestigt. Dies waren recht unterschiedliche Stoffgruppen, ihnen war jedoch gemeinsam, dass der Halt fast ausschließlich aus dem Reibungswiderstand heraus wirksam wurde.

Seit einigen Jahren sind nun auch Kunststoffe verfügbar, die über eine zusätzliche chemische Bindung mit Keramikkronen und eine zusätzliche mechanische Verbindung zu den Kollagenfasern des Zahnbeins andere zusätzliche Haltemechanismen aufweisen, deswegen spricht man von einer Klebung. Vorteile der Kunststoffe sind u.a.:

- Tranparenz, die Vollkeramikrestaurationen natürlicher aussehen läßt,

- Polierbarkeit, es entsteht eine für das Zahnfleisch verträglichere polierbare Klebefuge statt einer rauhen Zementfuge,

- erhöhte Wasserfestigkeit, denn Kunststoffe sind selbst kaum wasserlöslich.

Was kostet vollkeramischer Zahnersatz?

Da metallunterstützte Kronen oder gar Vollmetallkronen aus relativ teuren Legierungen hergestellt werden, kann es sein, dass ein vollkeramischer Zahnersatz nicht teurer ist.

Es ist auch bisweilen möglich, den Bereich, der per Hand mit Keramikmassen verschiedener Farben und Lichtdurchlässigkeiten verblendet wird, zu reduzieren. Besonders im hinteren Backenzahnbereich fällt es nicht sonderlich auf, wenn eine Krone ausschließlich aus Zirkonoxidkeramik besteht, die wir vor dem Schumpfbrand (Sinterung) individuell einfärben. Die Ästhetik ist der von Metallkronen weit überlegen. Da Stabilität im Backenzahnbereich oft wichtiger ist als naturgetreue Lichtdurchlässigkeit, kann es sogar fachlich notwendig sein, auf eine Verblendung mit weicherer Keramik zu verzichten.

Die Stückkosten für eine einzelne Krone liegen natürlich höher als für 12 Kronen in einem Kiefer, da man für beides i.d.R. nur ein Modell braucht. Sie können ca. bei €2.000,- bis € 400,- pro Krone liegen, je umfangreicher die Arbeit desto geringer werden die Kosten pro Einzelteil.